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Nach einem Wochenende ohne Heimspiel steht am kommenden Freitag (20 Uhr) ein besonderes Aufeinandertreffen auf dem Programm des Neusser EV. Mit dem EC Lauterbach 2012 gastiert ein Gegner im Südpark, mit dem man sich noch im Frühjahr eine denkwürdige Playoff-Serie geliefert hatte und aus der die NEV-Cracks ebenso knapp wie überraschend als Sieger hervorgingen. Dies ist jedoch alles Schnee von gestern, wobei man sich auch in der aktuellen Saison auf Augenhöhe begegnet. Die Osthessen blicken auf eine bewegte Sommerpause zurück, denn nachdem man sich aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die strategische Ausrichtung mit Trainer Arno Lörsch auf eine Trennung verständigte, schlossen sich diesem gleich acht Spieler an und wechselten zum Ligarivalen aus Diez-Limburg.

Die Verantwortlichen standen somit vor der unerwarteten Herausforderung, die entstandenen Lücken zu schließen. Dabei machten sie aus der Not eine Tugend und ersetzten die Abgänge überwiegend durch junge Talente der umliegenden Vereine aus Kassel, Frankfurt und Bad Nauheim. Auch die Kontingentstellen wurden neu besetzt, mit Marko Šakić (kroatischer Nationalstürmer) und Michal Žižka (tschechischer Verteidiger) setzt man nun wieder auf die osteuropäische Karte, nachdem zuletzt kanadische Spieler favorisiert worden waren. Dass die fast zur Hälfte neu besetzte Mannschaft ein wenig Zeit brauchen würde, war zu erwarten, aktuell befinden sich die Luchse auf Platz acht, einen Rang hinter dem NEV. Dieser könnte mit einem Erfolg am Freitagabend den Abstand vergrößern, ist sich der Schwere der Aufgabe jedoch bewusst. Das erste Duell dieser Saison konnten sich die Lauterbacher in der Verlängerung sichern, und damit zwei von drei Punkten. Nun steht die Revanche an, bei der die Mannschaft um Kapitän Max Bleyer alles daran setzen wird, die Zähler im heimischen Südpark zu behalten.

Etwas anders stellt sich die Ausgangssituation vor dem sonntäglichen Auswärtsspiel (18 Uhr) dar. Mit den Ratinger Ice Aliens wartet der aktuelle Vizemeister, der zugleich einer der heißesten Favoriten im diesjährigen Titelrennen ist. Die Außerirdischen haben den Kader im Sommer quantitativ leicht ausgedünnt, dafür aber hochkarätige Neuzugänge unter Vertrag genommen. Mit Thomas Dreischer und Lorenzo Maas angelte man sich zwei Spieler des Oberliga-Top-Teams Herner EV, darüber hinaus kehrte Sven Schiefner aus Grefrath an den Sandbach zurück. Da man die Mannschaft schon während der vergangenen Saison deutlich verstärkt hatte, stehen Trainer Alexander Jacobs nun vier fast gleichwertig besetzte Reihen zur Verfügung. So ist es kaum verwunderlich, dass unsere „Nachbarn“ bis vor einer Woche von der Tabellenspitze grüßten, ehe sie von dieser recht unsanft vertrieben wurden. Zwei Niederlagen in Herford und gegen Hamm zeigten einmal mehr, wie groß die Ausgeglichenheit in der oberen Tabellenhälfte ist und dass der Platz an der Sonne durchaus wöchentlich seinen Besitzer wechseln kann. Dies dürfte an diesem Wochenende im Interesse der Ratinger sein, die bei optimalem Verlauf die Möglichkeit hätten, die Spitzenposition zurückzugewinnen. Im Neusser Interesse ist dies freilich nicht, und auch wenn die Rollenverteilung am Sonntag recht eindeutig ist, dürfte das Team um die Trainer Andrej Fuchs und Daniel Benske nicht chancenlos sein. In der Vergangenheit, auch in der jüngeren, konnten Neusser Mannschaften in schöner Regelmäßigkeit gegen die Ratinger überraschen, aus Sicht des NEV darf sich dies gerne wiederholen.





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