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Munterer Aufgalopp in der Traberstadt

Endlich wieder Eishockey! Nach sechsmonatiger Pause wurde wieder gekämpft, geschossen und gejubelt. Das erste Testspiel gegen den Ligakonkurrenten aus Dinslaken entwickelte sich zu einem offenen Kampf auf Augenhöhe, bei dem sich beide Teams nichts schenkten. Die Gastgeber waren mit dem Vorteil in das Duell gestartet, bereits zwei Partien absolviert zu haben, mussten aber auf der anderen Seite auch deutlich mehr Neuzugänge integrieren als der NEV. Bei dem wurde der angeschlagene Jamie Lindt noch geschont, darüber hinaus fehlten Thorben Beeg (berufliche Gründe) und Andre Nellessen (Auslandsaufenthalt), deren Premiere im Neusser Trikot für das kommende Wochenende geplant ist. Bereits im ersten Drittel deutete sich an, wie der NEV in der neuen Saison auftreten möchte: Kampfstark, diszipliniert und aus einer stabilen Defensive heraus spielend. Während Schahab Aminikia mit dem ersten Treffer nach fünf Minuten den Bann brach, deutete Patrick Fücker im Neusser Gehäuse an, dass man mit ihm über einen zweiten starken Torhüter – neben Ken Passmann – verfügt. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Henrik Müller beantworteten die Quirinusstädter mit einer schönen Kombination, die Pascal Rüwald zur erneuten Führung abschloss (13.).
Wegen eines Defekts an seinen Schienen musste Fücker die Partie nach dem ersten Drittel beenden, Passmann übernahm und konnte sich ebenfalls gleich mehrfach bewähren. Selbst in den nun häufiger werdenden Unterzahlsituationen ließ die Defensive wenig Zählbares zu, ein Treffer des Dinslakener Gastspielers Jesse Parker nach 38 Minuten blieb die einzige Ausnahme. Als Philipp Heffler direkt zu Beginn des letzten Drittels das 3:2 nachlegte, schien sich der Trainingsvorsprung der Gastgeber auszuzahlen, der vorläufige Schlusspunkt blieb jedoch Timon Busse vorbehalten, der sechs Minuten vor dem Ende „per Abstauber“ ausglich. Und auch wenn Ergebnisse in der Vorbereitung nebensächlich sind, war es eine schöne Randnotiz, dass Kapitän Francesco Lahmer und Schahab Aminikia im anschließenden Penaltyschießen für die „Kirsche auf der Sahnehaube“ sorgten. Trainer Boris Ackermann war ob des geglückten Auftakts und vieler guter Ansätze nach dem Spiel zufrieden: „Die Mannschaft ist nach dem Rückstand gut ins Spiel zurückgekehrt, jeder hat für jeden gekämpft.“ Auch die mitgereisten Fans des NEV zeigten sich beim Auftakt bereits in guter Form und unterstützten die Mannschaft lautstark und vorbildlich. Dies alles stimmt vorsichtig optimistisch für das kommende Wochenende, an dem die Neusser zunächst beim EHC Troisdorf antreten (Freitag, 20 Uhr), ehe es am Sonntag (20:30 Uhr) zum ersten Testspiel im Südpark kommt. Gegner ist dann ein weiterer Landesligist, den man aus der vergangenen Relegationsrunde kennt – der TuS Wiehl.
Das Testspielprogramm des NEV im Überblick:
Sonntag, 9.9., 19 Uhr: Dinslakener Kobras – NEV 3:4 n.P.
Freitag, 14.9., 20 Uhr: EHC Troisdorf – NEV
Sonntag, 16.9., 20:30 Uhr: NEV – TuS Wiehl
Samstag, 22.9., 19:30 Uhr: NEV – Tornado Luxemburg (Saisoneröffnung)
Sonntag, 23.9., 20 Uhr: NEV – EHC Troisdorf


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