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Standesgemäßer Sieg und Strafzeitenflut

Im zweiten Vorbereitungsspiel für die kommende Regionalliga-Saison trat der NEV beim eine Klasse tiefer spielenden EHC Troisdorf an, auf den man zuletzt bei den Relegationsspielen im März getroffen war. Die gastgebenden „Dynamite“ erwischten den besseren Start und gingen verdient in Führung (Jensen, 2.). Der NEV übernahm, auch begünstigt durch Strafzeiten gegen die Gastgeber, nach fünf Minuten die Regie, hatte aber noch Schwierigkeiten, sich zwingende Chancen zu erarbeiten. Erst ein Unterzahl-Konter von Timon Busse (14.) brach den Bann und sorgte dafür, dass das Spiel mit einem verdienten Remis in die erste Pause ging. Trainer Boris Ackermann war in dieser zu Umstellungen in der Verteidigung gezwungen, nachdem Dennis Nürenberg im Anschluss an einen Bandencheck verletzt passen musste. Waren es im Auftaktdrittel insbesondere die Gastgeber, die die Strafbank hüteten, so zeigten in der Folgezeit beide Mannschaften, warum solche Duelle heutzutage„Testspiele“ genannt werden, und nicht mehr „Freundschaftsspiele“. Die Partie wurde immer ruppiger und die Schiedsrichter hatten weitaus mehr Arbeit, als ihnen lieb gewesen sein dürfte. Immerhin bekamen so beide Teams reichlich Gelegenheit, Über- und Unterzahlsituationen zu trainieren, was der NEV dazu nutzte, eine 4:2-Führung herauszuschießen. „Die Special Teams haben phasenweise schon ganz gut funktioniert, aber wir müssen noch lernen, uns von äußeren Einflüssen nicht aus unserem Konzept bringen zu lassen“, resümierte NEV-Coach Ackermann nach der Partie. Diese blieb auch im letzten Abschnitt ruppig, erst nachdem ein Faustkampf zwischen Kevin Stöhr und Timon Busse für beide Streithähne die Höchststrafe (Matchstrafe) zur Folge hatte (50.), gingen die Teams spürbar und in jeder Beziehung vom Gas. Schahab Aminikia (44.) und Kapitän Francesco Lahmer (49.) hatten da schon für klare sportliche Verhältnisse gesorgt, Jerome Baums sehenswerter Schlagschuss-Treffer war drei Minuten vor der Schlusssirene der positive Abschluss. „Wir haben vor dem eigenen Tor gut gearbeitet und nur wenige Nachschüsse zugelassen“, zeigte sich der Neusser Trainer diesbezüglich zufrieden, „dass uns Dennis Nürenberg und Timon Busse nun fehlen, ist aber bitter.“ Immerhin feierte mit Thorben Beeg ein weiterer Neuzugang seinen Einstand und deutete dabei an, dass auch er eine Verstärkung für die Mannschaft sein kann. Die Bilanz in nackten Zahlen: Troisdorf 2 Tore und 94 Strafminuten – Neuss 7 Tore und 57 Strafminuten. Am morgigen Sonntag (20:30 Uhr) startet die Eiszeit im Neusser Südpark mit einem weiteren Vorbereitungsspiel, Gegner ist dann der TuS Wiehl.

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