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Reizvolle Duelle in fremden Hallen

Vier Spieltage sind in der Regionalliga West absolviert und in Neuss liegt man trotz einiger Verletzungssorgen gut im Plan. An beiden Wochenenden wurde jeweils ein Sieg eingefahren, könnte dieser Schnitt über die gesamte Vorrunde gehalten werden, würde der NEV sämtliche Ziele und Prognosen deutlich übererfüllen. Aber es gibt auch Wochenenden, an denen die Trauben sehr hoch hängen, ein solches dürfte den Quirinusstädtern bevorstehen. Zweimal treten die Ackermann-Schützlinge in fremder Halle an, beide Male kommt es zu brisanten Duellen – wenn auch mit unterschiedlichem Reiz.
Rheinisches Derby macht den Anfang
Am Freitag (20 Uhr) steht das erste Derby der Saison an, die Ratinger Ice Aliens erwarten den NEV in deren Eissporthalle. Der Kader der Außerirdischen hat sich in der Sommerpause recht deutlich verändert, wobei dies durchaus auch das Bestreben der Verantwortlichen war. Einige namhafte Spieler verließen den Verein, auf der anderen Seite wurde aber auch adäquater Ersatz verpflichtet. Sehr zum Neusser Leidwesen wechselte Maximilian Bleyer 20 Kilometer rheinabwärts und bildet dort mit den Brazda-Zwillingen Tim und Tobias die wohl gefährlichste deutsche Sturmformation der Liga. Mit Verteidiger-Routinier Sven Gotzsch schloss sich ein weiterer NEV-Crack dem letztjährigen Playoff-Halbfinalisten an. Krystian Sikorski, der neue Trainer der Aliens, brachte aus Dinslaken gleich vier Akteure mit an den Sandbach. Zudem kehrten Marvin Cohut und Haiko Hirsch aus Hamm bzw. Bietigheim in die heimische Region zurück, während man mit Nick Pitsikoulis einen kanadischen Stürmer griechischer Abstammung vom Oberligisten Braunlage unter Vertrag nahm. Dass die neue Mischung passen könnte, zeigte sich direkt beim Meisterschaftsauftakt, als der Titelträger aus Herford mit 4:1 entzaubert wurde. Aktuell sind die Außerirdischen punktgleich mit dem NEV, angesichts des schweren Auftaktprogramms durchaus ein akzeptabler Start.

Eine Reise in die eigene Vergangenheit
Obwohl dem sonntäglichen Duell der Derby-Charakter fehlt, mangelt es auch bei diesem Aufeinandertreffen nicht an Brisanz. Bereits im vergangenen Dezember verließ Trainer Daniel Benske den NEV und heuerte in Neuwied an, ihm folgte im Januar Daniel Pering. In der Sommerpause schloss sich Alexander Richter der „Neusser Fahrgemeinschaft“ an, auch die weiteren Neuzugänge Dennis Appelhans und Torhüter Jendrik Allendorf sind in der Quirinusstadt bestens bekannt. Mit Dinslakens Torjäger Kevin Wilson und Oberliga-Rückkehrer Max Wasser (Timmendorf) konnte man sich zusätzlich verstärken, während der Großteil der letztjährigen Leistungsträger in der Deichstadt verblieb. Kaum verwunderlich, dass die Neuwieder drei ihrer ersten vier Spiele für sich entscheiden konnten und dabei u.a. die Ratinger Ice Aliens und den amtierenden Meister aus Herford bezwangen. Nur im Spitzenspiel gegen die aktuell überragenden Hammer Eisbären zog man mit 2:5 den kürzeren. Am kommenden Sonntag (19 Uhr) sind die Bären beim Aufeinandertreffen der zahlreichen „alten Bekannten“ aber wieder klarer Favorit.

Personalsorgen halten an
Bereits am vergangenen Wochenende konnte der NEV verletzungsbedingt nur mit elf Feldspielern antreten, auch für die beiden kommenden Duelle sieht es nicht besser aus. Zwar steht Timon Busse nach abgelaufener Sperre wieder zur Verfügung, auf der anderen Seite droht aber erneut ein halbes Dutzend Spieler auszufallen. „Wir sind in beiden Partien der Underdog“, macht sich Trainer Boris Ackermann daher keine Illusionen, „ aber die Mannschaft hat auch mit kleinem Kader gezeigt, dass sie bereit ist, hart zu arbeiten und zu kämpfen.“ Der besondere Charakter der anstehenden Duelle dürfte dafür sorgen, dass es an Motivation erneut nicht mangeln wird.

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