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NEV vor Duellen mit unterschiedlicher Ausgangslage

Wie bereits am vergangenen Wochenende muss sich der NEV in den kommenden Spielen auswärts behaupten. Während die Ackermann-Schützlinge am Freitag klarer Außenseiter sind, ist für Sonntag eine bedeutsame Partie auf Augenhöhe zu erwarten.

Erst nach Rheinland-Pfalz, dann nach Osthessen
Mit der EG Diez-Limburg erwartet am Freitag (20:30 Uhr) der letztjährige Hauptrundensieger die Neusser zum sportlichen Kräftemessen. Das Team von Neu-Trainer Jens Hergt führt derzeit als Tabellendritter das Verfolgerfeld der Regionalliga West an. Zufrieden zurücklehnen möchte man sich bei den „Rockets“ aber nicht, so resümiert deren Übungsleiter, dass man noch nicht da sei, wo man hin möchte. Insbesondere am Defensivverhalten seiner Mannschaft möchte Hergt noch arbeiten, da trifft es sich ganz gut, dass sich die Anzahl der zwischenzeitlichen Ausfälle wieder reduziert. Gegen den NEV kann man darüber hinaus auf Förderlizenzspieler des Zweitliga-Kooperationspartners aus Bad Nauheim zurückgreifen. Noch nicht mit dabei sein kann der frisch verpflichtete US-Amerikaner Jamie Hill, der seinen Landsmann Bobby Rosol ersetzen wird. Mit dem Tschechen Jakub Zdenek und dem Kanadier Mark Corbett können die Raketen dennoch zwei Kontingentspieler einsetzen, die schon beim ersten Aufeinandertreffen mit dem NEV zu überzeugen wussten. 8:1 siegten die Raketen Ende September, die bis heute höchste Niederlage der noch recht jungen Saison. Auch bei der Neuauflage sind die Rollen klar verteilt, verstecken möchten sich die Quirinusstädter bei ihrem Gastspiel aber nicht.
„Sechs-Punkte-Spiel“ in Lauterbach
Sind die Neusser am Freitag noch klarer Außenseiter, so stellen sich die Voraussetzungen für die sonntägliche Begegnung anders dar. Die Lauterbacher Luchse sind derzeit punktgleich mit dem NEV und liefern sich mit diesem ein Fernduell um den begehrten achten Platz. Ähnlich wie die Neusser haben auch die Osthessen des Öfteren mit personellen Problemen zu kämpfen, weshalb sie selten mit drei kompletten Reihen agieren konnten. Insbesondere die langjährigen Top-Spieler Jens Feuerfeil und Benjamin Schulz werden schmerzlich vermisst, auf der anderen Seite wurden mit Nikolai Varianov (zuletzt Diez-Limburg), Niels Hilgenberg (Soest) und dem Deutsch-Kanadier Morgan Reiner (Herford) aber auch neue Leistungsträger verpflichtet. Zudem ersetzte man den US-Amerikaner Bobby Rosol durch Jiří Charousek, der hervorragende Referenzen aus seiner tschechischen Heimat mitbringt. Insgesamt verfügt Trainer Petr Zachar über eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Haudegen und ambitionierten Youngstern, denen im Saisonverlauf noch einiges zuzutrauen ist. Das erste Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams entschieden die Gastgeber mit 6:3 für sich, am Sonntag (18 Uhr) wird der NEV alles daran setzen, die Rückfahrt nicht erneut mit leeren Händen antreten zu müssen. Dass man bei der Neuauflage voraussichtlich mit drei Reihen antreten kann, ist schon einmal eine gute Grundlage. „Wir wollen unbedingt punkten, dafür müssen wir aber eine bessere Balance zwischen Defensive und Offensive finden“, legt Trainer Boris Ackermann den Finger in die Wunde, wohl wissend, dass sein Team nach der äußerst unglücklichen Niederlage in Soest heiß auf ein Erfolgserlebnis ist.

Personelle Lage leicht verbessert
Auch wenn die Neusser den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben haben, wäre das Erreichen der Play-offs die „Kirsche auf der Sahnehaube“. „Wir wollen hier langfristig etwas aufbauen, die Mannschaft ist trotz vereinzelter Rückschläge auf einem guten Weg“, ist Boris Ackermann mit der sportlichen Entwicklung seines Teams unter dem Strich zufrieden. Zwar rechnet er bei den verletzten Verteidigern Schneider und Baum erst Mitte Dezember mit einer Rückkehr, dafür steht Gerrit Ackers wieder zur Verfügung. In der Offensive muss neben dem langzeitverletzten André Schroll auch der weiterhin beruflich verhinderte Stefan Kaltenborn ersetzt werden. Nachdem David Bineschpayouh nun wieder zum Kader gehört, hält man die Augen zwar weiterhin grundsätzlich offen, zusätzliche Verpflichtungen sind aber nur geplant, wenn diese die Mannschaft deutlich voran bringen.

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