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„Feinschmecker-Wochen“ im Südpark

„Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein.“ Mit dieser kurzen und knackigen Analyse fasste Trainer Boris Ackermann zu Saisonbeginn die Kräfteverhältnisse in der Regionalliga West zusammen. Wenn man als eines von zwei reinen Amateurteams gegen zum Teil hochkarätige Gegner antritt, muss alles passen, will man für eine Überraschung sorgen. Und zuletzt passte so einiges. Vier der sechs Spiele im November wurden gewonnen, geht es nach dem NEV, kann der „goldene Herbst“ gerne noch länger andauern. Nachdem man am vergangenen Wochenende den aktuellen Tabellenführer bezwingen konnte, wird am kommenden Sonntag mit einem Duell gegen den aktuellen Regionalliga-Meister der nächste sportliche Leckerbissen serviert.

Kobras heiß auf ein Erfolgserlebnis
Zunächst geht es für die Schützlinge des Trainergespanns Ackermann/Tursas aber erst einmal in fremder Halle auf Punktejagd. Mit den Dinslakener Kobras trifft man am Freitag (20 Uhr) auf eine Mannschaft, die nach einem unruhigen Sommer ebenfalls zu den positiven Überraschungen zu zählen ist. Als Folge eines unerwarteten personellen Aderlasses war lange Zeit nicht klar, mit welchem Kader die Gastgeber in die Meisterschaft starten würden. Doch nach und nach schafften es die Ruhrgebietler, frei gewordene Spieler umliegender Vereine zu einem Wechsel zu überzeugen, so dass die Giftschlangen erneut mit einer schlagkräftigen Truppe antreten konnten. Aktuell liegen die Kobras mit 18 Punkten auf Platz sieben, und auch wenn man zuletzt vier Spiele in Folge verlor, lässt sich Trainer Milan Vanek nicht aus der Ruhe bringen. „Ich werde nichts verändern, wir werden so weiterarbeiten wie bisher“, wird der „Schlangenbeschwörer“ zitiert, mit Blick auf die zufriedenstellenden Leistungen gegen die Top-Teams der Liga eine sinnvolle Strategie. Verzichten muss er gegen den NEV auf die verletzten Robin Dambacher und Marvin Frenzel, darüber hinaus fehlt der Tscheche Michal Plichta wegen einer Sperre. Um nicht mit „nur“ einem Kontingentspieler (Jesse Parker) antreten zu müssen, wurde kurzerhand ein weiterer Kanadier verpflichtet. Andrew Harrison war zuletzt in der zweiten dänischen Liga aktiv und deutete bei seinen ersten Einsätzen im Kobras-Trikot bereits an, dass er mehr als nur ein „Notstopfen“ im Fall von Ausfällen sein kann.

Drachen wieder im Siegesrausch
Keine falsche Bescheidenheit! Nachdem die Neusser Eishockeyfans zuletzt drei Wochen lang auf ein Heimspiel warten mussten, ist nun das Beste gerade gut genug. Waren zuletzt die Neuwieder Bären zu Gast im Südpark, so empfängt man am kommenden Sonntag den amtierenden Titelträger der Regionalliga West. Gerade mal die Mindestanzahl an Spielen benötigte der Herforder EV im Finale gegen die EG Diez-Limburg, um sich die Meisterkrone aufzusetzen. Da der Großteil des Erfolgskaders beisammen gehalten werden konnte, ist die Mannschaft von Trainer Jeff Job erneut einer der Titelkandidaten. Aktuell befinden sich die „Ice Dragons“ noch in Lauerstellung auf Platz vier, nachdem sie den Saisonstart leicht „verschlafen“ hatten. Mit zuletzt sieben Siegen in Folge fanden sie aber zu gewohnter Stärke zurück und führen nun das Verfolgerfeld der Liga an, dies freilich im Verbund mit den punktgleichen „Rockets“ aus Diez-Limburg. In der Offensive glänzen insbesondere die kanadischen Top-Stürmern Killian Hutt und Ben Skinner, mit 46 Gegentoren aus 13 Spielen verfügt man jedoch gleichzeitig über eine stabile Defensive um die Torhüter Kieren Vogel und Tim Stenger. Beim ersten Aufeinandertreffen konnte der NEV durchaus überzeugen, beim 3:1 hielt die Mannschaft um Kapitän Francesco Lahmer gut mit. Im Heimspiel am Sonntag (20 Uhr) werden die Karten neu gemischt, und auch wenn die Gäste klarer Favorit sind, weiß man in Neuss seit dem letzten Wochenende, dass man in jedem Spiel eine Siegchance hat, auch wenn sie zuvor noch so klein sein mag…

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