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Wegweisendes Duell im Südpark

Wenn am kommenden Freitag um 20 Uhr der Puck zum Eröffnungsbully eingeworfen wird, dann geht es um weitaus mehr als „nur“ drei Punkte. Mit den Luchsen Lauterbach gastiert der direkte Konkurrent um Platz acht im Südpark, und damit ist die Bedeutung der Partie schon erklärt. Frei nach dem Highlander-Motto „es kann nur einen geben“ duellieren sich die Kontrahenten um den begehrten Play-off-Platz.

NEV will Überraschungssiege veredeln
Das Verhältnis zwischen den Vereinen war in den letzten beiden Jahren ein ganz spezielles. Vor zwei Jahren warf der NEV die Osthessen in einer denkwürdigen Serie aus den Playoffs, letztes Jahr revanchierten sich diese und schnappten den Neussern den letzten freien Playoff-Platz weg. Auch vor der aktuellen Spielzeit prophezeiten nicht wenige ein erneutes Duell beider Mannschaften um Platz acht. Tatsächlich begegnen sich die Teams wieder einmal auf Augenhöhe, wie die beiden bisherigen Aufeinandertreffen bei den Luchsen zeigten. Einmal siegten die Gastgeber, einmal die Quirinusstädter, enge Partien waren es in beiden Fällen. Vieles spricht dafür, dass es auch am Freitag zu einem verbissenen Kampf um wichtige Zähler kommen wird, schließlich wollen sich beide Teams den Traum vom Playoff-Einzug erfüllen. Der NEV hat sich dank des „goldenen Novembers“ ein komfortables Punkte-Polster erarbeitet und möchte seinen Vorsprung wahren. „Nach den Überraschungssiegen wollen wir auch unbedingt gegen unseren direkten Konkurrenten erfolgreich sein“, hebt NEV-Coach Boris Ackermann die Bedeutung der Begegnung hervor.
Luchse mit Blutauffrischung
Dunkle Wolken zogen vor zwei Wochen in Osthessen auf, als die Luchse zwei Partien absagen mussten, weil ihnen keine spielfähige Mannschaft zur Verfügung stand. Auch Trainer Petr Zachar zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Am vergangenen Wochenende konnte der Spielbetrieb jedoch fortgesetzt werden, auch zwei Neuzugänge waren mit dabei. Von den Frankfurter Löwen verpflichtete man Dustin Bauscher, von der EG Diez-Limburg den Tschechen Jakub Zdenek. Die Stürmer deuteten an, dass sie die erhofften Verstärkungen sein können, beide verbuchten bereits bei ihren ersten Einsätzen Torerfolge. „Lauterbach hat einen kleinen Kader, aber an Qualität mangelt es definitiv nicht“, lässt Boris Ackermann erst gar keinen Gedanken an Überheblichkeit aufkommen. Seine Mannschaft kennt die Stärken des Gegners und hat sich im Wochenverlauf konzentriert und fokussiert auf das Duell vorbereitet. „Wir freuen uns, dass die Luchse weiterhin mitmischen, schließlich wollen wir unser großes Ziel auf sportlichem Weg erreichen“, gibt sich der Neusser Übungsleiter kämpferisch, betont aber gleichzeitig auch die Bedeutung der Luchse für Osthessen: „Die Verantwortlichen in Lauterbach haben in den letzten Jahren sehr viel für den Eishockeysport in ihrer Region getan.“ Da mit Paul Gebel, Gerrit Ackers und Schahab Aminikia drei Stammkräfte fehlen werden, stehen sich am Freitag zwei Kontrahenten mit kleinem Kader gegenüber.

Sonntag nach Neuwied
Ganz andere Vorzeichen hat die sonntägliche Aufgabe in Neuwied (19 Uhr). Als Tabellenzweiter sind die Deichstädter klarer Favorit, daran ändert auch der sensationelle Neusser 8:7-Sieg vor drei Wochen nichts. Die Bären werden heiß auf eine Revanche sein, nicht nur die zahlreichen Ex-Neusser in den Reihen der Gastgeber. Das letzte Duell in Neuwied entschieden die Bären souverän mit 6:0 für sich, und auch wenn sie zuletzt ein wenig ihrer beeindruckenden Souveränität eingebüßt haben, sind die Rollen beim dritten Duell erneut klar verteilt. „Wir schauen mal, was geht“, hält sich der Neusser Chefcoach mit einem fest definierten Ziel offiziell zurück. Zuletzt sagte Ackermann dies vor drei Wochen, und anschließend war der Jubel über die bisher größte Saisonüberraschung groß…

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