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Ein familienfreundliches Derby und eine unangenehme Aufgabe

Drei Spiele stehen für den NEV im Kalenderjahr 2018 noch auf dem Programm, Duelle mit ganz unterschiedlichen Ausgangssituationen. Einen besonderen Reiz bietet alljährlich das rheinische Derby gegen die Ratinger Ice Aliens, die am Freitag (20 Uhr) im Südpark gastieren. Beim sonntäglichen Duell in Frankfurt sind Rahmenbedingungen und Rollenverteilung für die Neusser gleichermaßen ungewohnt.
Family Day gegen die Außerirdischen
Die Spiele gegen unseren Nachbarn aus Ratingen gehören seit vielen Jahren zu den Höhepunkten einer jeden Saison. Neben dem grundsätzlichen Derbycharakter ist es auch die Unberechenbarkeit, die diese Duelle auszeichnet. Auch wenn der NEV meist die Außenseiterrolle innehatte, war der Ausgang der Partien stets offen. Die aktuelle Saison stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar, die beiden bisherigen Aufeinandertreffen waren hart umkämpft und endeten jeweils mit 3:2 – einmal für Ratingen, einmal für Neuss. Und auch wenn die Quirinusstädter auch gegen andere Teams für Überraschungen gut sind, gegen die Ice Aliens wirken Neusser Mannschaften immer besonders motiviert. Leichter wird es am Freitag freilich nicht, denn die Gäste haben ihren Kader vor zwei Wochen noch einmal verstärkt. Neben dem Kanadier Nick Pitsikoulis besetzt nun Michal Plichta die zweite Kontingentstelle bei den Außerirdischen. Der zuvor bereits qualitativ gut besetzten Truppe, die mit ihrer Ausgeglichenheit überzeugt, dürfte der Tscheche mit seinen aus Dinslaken bekannten Scoring-Qualitäten zu noch mehr Durchschlagskraft verhelfen. Mit einem Blick auf die Tabelle lässt sich leicht feststellen, dass für den aktuellen Tabellensechsten noch einiges drin ist, schließlich beträgt der Abstand zu Platz vier gerade einmal vier Punkte.

Für das Derby haben sich die Neusser Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen: Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zahlen nur zehn Euro Eintritt, zudem wird es in den Drittelpausen Einlagespiele der jüngsten NEV-Mannschaften geben. Das Angebot gilt auch für die Anhänger der Gäste, die wie immer herzlich willkommen sind. Es gibt also viele gute Gründe, einen Teil der Vorweihnachtszeit im Südpark zu verbringen.

Plötzlich Favorit
Alles anders. So könnte man kurz und knapp beschreiben, was die Mannschaft um Kapitän Francesco Lahmer am Sonntag erwartet. Bereits um 14:15 Uhr erwartet das U25-Perspektivteam der Frankfurter Löwen den NEV zum sportlichen Vergleich. Die Partie findet erneut auf der Außenfläche der Eissporthalle statt, was alleine schon für ungewohnte Rahmenbedingungen sorgen wird. Hinzu kommt, dass die Neusser aufgrund der Tabellensituation als Favorit in die Partie gehen, eine Rolle, die man aus dem bisherigen Saisonverlauf noch nicht kennt. Davon, dass die Hessen das Tabellenende zieren, lässt man sich in Neuss jedoch nicht blenden. Dafür sorgen neben den außergewöhnlichen Bedingungen auch die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen, das man nach hartem Kampf mit 4:2 für sich entscheiden konnte. Der Unterbau des Zweitligisten wurde zuletzt mit Torhüter Janis Wagner (Hügelsheim) und dem finnischen Verteidiger Jere Vuorihuhta verstärkt, der in der Main-Metropole studiert. Ein erster Erfolg stellte sich kurz darauf mit einem Auswärtssieg in Lauterbach ein, dem nach dem Willen der Frankfurter Verantwortlichen weitere folgen sollen. Die Löwen wissen kämpferisch zu überzeugen, nun hofft man auf etwas mehr Glück im Abschluss, um das Punktekonto aufzufüllen. Fragt man die Neusser, muss dies aber nicht gerade am kommenden Sonntag passieren…

Darf’s noch etwas mehr sein?
Deutlicher konnte die Aussage von Cheftrainer Boris Ackermann vor der Saison nicht sein: „Als eines von nur zwei reinen Amateurteams sind wir klarer Außenseiter und kämpfen von Anfang an um den Klassenerhalt.“ Dass sich Mannschaft und Trainer intern andere Ziele setzten, konnte man schnell sehen, und tatsächlich haben sich die Neusser inzwischen eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-off-Plätze erarbeitet. „Wir sind aber noch lange nicht satt“, deutet Ackermann an, dass man sich auf Rang acht nicht ausruhen möchte. Ohne großen Druck kann man vorsichtig den Blick nach oben richten, und schauen, ob vielleicht sogar noch etwas mehr geht. Passend dazu gibt es gute Nachrichten aus dem Lazarett: Jerome Baum und Lorenz Schneider befinden sich seit einer Woche im Aufbautraining, darüber hinaus versuchen sich zwei Probespieler im Training für weitere Aufgaben zu empfehlen. Wer weiß also, ob der Weihnachtsmann nicht auch ein kleines Paket unter den Tannenbaum am Südpark legt…

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