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NEV trifft auf bärenstarke Gegner

Nichts zu verlieren – auch so könnte das Motto des kommenden Wochenendes lauten. Gleich zweimal tritt die 1. Mannschaft des NEV im heimischen Südpark an, die Gegner gehören dabei zum Besten, was die Regionalliga anzubieten hat. Trifft man am Freitag auf die drittplatzierten Neuwieder Bären, so sind am Sonntag die artverwandten Eisbären aus Hamm zu Gast, die die Tabelle seit Anfang Oktober anführen. Auch wenn die Quirinusstädter in beiden Partien krasser Außenseiter sind, haben die Duelle aus unterschiedlichen Gründen ihren Reiz.

Treffen alter Bekannter
Wenn am kommenden Freitag (20 Uhr) die Neuwieder Bären im Südpark auflaufen, dann finden sich zahlreiche Spieler – und der Trainer – in gewohnter Umgebung wieder. Torhüter Jendrik Allendorf, die Verteidiger Daniel Pering, Alexander Richter und Frederic Hellmann, sowie Allrounder Dennis Appelhans trugen zum Teil viele Jahre lang das Trikot des NEV. Sie alle haben ihren Anteil daran, dass die Rheinland-Pfälzer eine überzeugende Hauptrunde spielen und zumindest den dritten Tabellenplatz bereits gesichert haben – und damit auch das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale. Es läuft also alles rund für das Team von Trainer Daniel Benske, der nach einem Disput mit Schiedsrichtern aktuell noch eine Sperre absitzen muss. Dass neben ihm auch der verletzte Stürmer Tobias Etzel fehlt, können die Deichstädter mit ihrer Qualität im Kader ausgleichen. Neben den starken Kontingentspielern Jamieson und Brabec verfügt man über mehrere deutsche Leistungsträger, die in wichtigen Spielen den Unterschied ausmachen können. Dass die Neuwieder für die kommenden Aufgaben gut gerüstet sind, zeigten sie bei den Aufeinandertreffen mit dem NEV in deren heimischer „Bärenhöhle“: Mit 6:0 und 11:2 gingen die Duelle glatt an die Gastgeber. Und dennoch denkt man in Neuss gerne an die Bären zurück, denn mit einem 8:7-Heimsieg nach Verlängerung sorgte das Team um Kapitän Francesco Lahmer für die bislang größte Überraschung der aktuellen Saison. Gegen eine Wiederholung hätte aus Neusser Sicht niemand etwas einzuwenden…
Eisbären sind das Maß der Dinge
Auch am Sonntag wird den Neusser Eishockeyfreunden ein Leckerbissen serviert. Mit den Hammer Eisbären gastiert das Team im Südpark, das die Liga praktisch von Beginn an anführt. Der Regionalliga-Meister von 2017 hat nach einem etwas schwächeren Jahr zu alten Stärken zurückgefunden und hat beste Chancen, als Spitzenreiter in die Mitte Februar beginnenden Playoffs zu starten. Im Viertelfinale würde man damit auf den Tabellenachten treffen, und das verleiht der Partie seinen besonderen Charme, denn dort rangiert der NEV. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich zwei Wochen später wiedersieht, ist groß, denn neben einem Sechs-Punkte-Vorsprung spricht auch der gewonnene direkte Vergleich gegenüber dem Verfolger aus Herford für die Mannschaft von Trainer Ralf Hoja. Die große Stärke der Westfalen ist, dass sie eigentlich keine Schwäche haben. Wer die meisten Tore schießt und die wenigsten kassiert, findet sich meist am Platz an der Sonne wieder, die Eisbären bilden da keine Ausnahme. Vor allem in puncto Ausgeglichenheit des Kaders sind sie der Konkurrenz überlegen, neben einem starken Torhüterduo verfügt man über drei annähernd gleich starke Reihen. Eine Trumpfkarte, die gerade in Playoffs sehr viel wert ist. Während der NEV bei den Duellen in Hamm glatt verlor (11:0 und 8:0), konnte er im heimischen Südpark durchaus mithalten (2:4). Mit Blick auf das wahrscheinliche Duell in den Playoffs wird es interessant sein, zu verfolgen, wie sich beide Teams am Sonntag (20 Uhr) präsentieren.

Aufstellung noch unklar
Besser jetzt als in den Playoffs – dass die Grippewelle irgendwann auch den Südpark erreichen würde, war zu erwarten. Einen passenden Zeitpunkt dafür gibt es wohl kaum, da bilden die anstehenden Spiele gegen die Top-Teams der Liga keine Ausnahme. Somit steht noch nicht fest, wer am kommenden Wochenende zum Schläger greifen kann. Definitiv fehlen werden am Freitag der gesperrte André Nelleßen und die beruflich verhinderten Gerrit Ackers und Schahab Aminikia, während Dennis Nürenberg wieder mit dabei ist. „Gegen Ratingen haben wir über weite Strecken kämpferisch überzeugt, daran wollen wir anknüpfen“, gibt Trainer Boris Ackermann das Ziel vor. Im Idealfall möchte der Neusser Übungsleiter mit seinem Team in zwei Wochen dort sein, wo man im November schon einmal war, und darauf arbeitet man bereits hin.

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