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Vorschau auf die neue Saison

Sechs lange Monate ist es her, dass die Kufencracks des Neusser EV die letzten Spuren auf heimischem Eis hinterließen. Mit der Qualifikation für die Playoffs der Regionalliga West erreichten die Quirinusstädter ihr großes sportliches Ziel und zeigten, dass man auch mit einem Amateurteam gegen die mit zahlreichen Halb- und Vollprofis besetzte Konkurrenz mithalten kann. Seitdem hat sich in der höchsten Spielklasse auf Amateurebene eine Menge getan, aber auch beim NEV.

Kader mit verändertem Gesicht
Nachdem zum Saisonende feststand, dass Trainer Boris Ackermann seine erfolgreiche Arbeit berufsbedingt nicht weiterführen kann, begann die intensive Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Anfang Mai konnte dann Vollzug gemeldet werden: Daniel Benske kehrt nach eineinhalb Jahren in Neuwied an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vorstands-Vize Sven Klein zu seiner Verpflichtung: „Daniel ist ein anerkannter Fachmann und verfügt branchenweit über hervorragende Kontakte. Auch Vereinsstruktur und Umfeld kennt er im Detail. Deshalb sind wir davon überzeugt, mit ihm den passenden Headcoach für die nächsten Entwicklungsschritte unseres Teams gefunden zu haben.“ Der 37-Jährige bekleidet in Personalunion auch das Amt des Sportdirektors und erhält Unterstützung durch Karsten Freiberg und Jörg Paßmann, die im Tandem die Aufgabe des neu geschaffenen Teammanagers wahrnehmen.
Während auf der Torhüterposition mit Ken Paßmann und Patrick Fücker auf ein bewährtes Duo gesetzt wird, gab es in Reihen der Feldspieler diesmal eine größere Fluktuation zu verzeichnen.
Mit Alexander Richter (24) konnte ein junger, aber bereits erfahrener Verteidiger aus Neuwied zurück an seine vorherige Wirkungsstätte gelotst werden. Regionales Neuland betritt hingegen Sven Rothemund, der erstmals im Westen der Republik aktiv ist. Der aus Bayreuth stammende 29-Jährige spielte zuletzt in Bad Aibling und verfügt über reichlich Erfahrung in der Bayernliga und sogar Oberliga (Schönheide).
Auch die Offensivabteilung darf sich mit Maximilian Bleyer (27) über einen Rückkehrer mit bekannten Qualitäten freuen. Routine pur verspricht Nikolai Varianov (35, zuletzt Lauterbach), der den Großteil seiner Karriere in der Oberliga aktiv war und zusätzlich den Nachwuchs-Trainerstab verstärkt. Mit dem US-Amerikaner Brett Lucas (27) und Felix Wolter (26) schlossen sich zudem zwei Stürmer aus Solingen dem NEV an, die sich in der höchsten Spielklasse Nordrhein-Westfalens beweisen wollen.
„Wir haben auch mit unseren eigenen Talenten einiges vor“, verdeutlicht Daniel Benske, dass das Nachwuchskonzept auch zukünftig mit Leben gefüllt wird. Jüngste Beispiele sind Verteidiger Florian Fehr (22), Stürmer Marc Sprengnöder und Torhüter Tjaard Jansen (beide 19), die vom Landesliga-Perspektivteam bzw. den U20-Junioren in den Kader der 1. Mannschaft aufgerückt sind. Auch Verteidiger Lukas Siebenmorgen (17) konnte sich in der Vorbereitung für zukünftige Aufgaben empfehlen, weiteren Talenten steht die Tür offen.

Regionalliga verkleinert, aber weiter verstärkt
Veränderungen gab es in der Sommerpause nicht nur im Kader des NEV, sondern auch in der Regionalliga West, in der die Quirinusstädter weiterhin auf Torejagd gehen. Der Herforder EV, der zum zweiten Mal in Folge Meister wurde, hat die Oberliga ins Visier genommen; auch der letztjährige Vorrundensieger aus Hamm und die erheblich verstärkte EG Diez-Limburg zählen zu den Titel-Kandidaten. Den Neuwieder Bären wird ebenso ein erfolgreicher Beutezug zugetraut, wie den Dinslakener Kobras, die einige vielversprechende Neuzugänge präsentierten. Da auch die Qualitäten der Ratinger Ice Aliens bekannt sind, und diese den Großteil ihres Stammpersonals halten konnten, wird recht schnell deutlich, dass sich erneut ein hochkarätiges Teilnehmerfeld formiert hat. Durch den Abstieg bzw. Rückzug der Mannschaften aus Frankfurt, Lauterbach und Soest fehlen in der kommenden Saison Spiele gegen Teams, mit denen sich Neuss zuletzt „auf Augenhöhe“ duellierte. Infolge dessen wird deutlich, dass sich der NEV im „Konzert der Großen“ erneut in der Außenseiterrolle wiederfindet, in der man sich jedoch schon in der Vergangenheit gut zurecht fand. „Wir müssen acht Neuzugänge integrieren, da kann es durchaus sein, dass wir noch etwas Zeit brauchen, um uns einzuspielen“, kommentiert Trainer Daniel Benske den dieses Jahr doch etwas größeren Umbruch im Kader. „Wir haben uns gut verstärkt, aber die Konkurrenz hat Spieler aus der 2. Liga und der Oberliga verpflichtet, ist uns darüber hinaus puncto Eiszeiten zwei, drei Wochen voraus.“ Nichtsdestotrotz möchten er und sein Team den Kampf um die ersten sechs Plätze, die zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigen, mit offenem Visier annehmen.

Vorfreude auf Inter Regio Cup als „Schmankerl“
Mit Blick auf das hochkarätige Teilnehmerfeld in der Regionalliga nahmen die Landesligisten von einem möglichen Aufstieg Abstand, so dass nach den erwähnten Rückzügen gerade einmal sieben Teilnehmer übrig blieben. Verband und Vereine machten aus der Not eine Tugend und griffen die zwischenzeitlich schon ad acta gelegten Pläne einer gemeinsamen Liga mit den westlichen Nachbarländern auf. Heraus kam ein gemeinsamer Pokalwettbewerb mit den letztjährigen Top-Teams aus Belgien und der Niederlande, der sportlich äußerst reizvoll ist, für einen kleinen Verein wie den NEV aber durchaus einen organisatorischen und finanziellen Kraftakt darstellt. Der Wunsch, den treuen Fans und natürlich auch den Spielern neue Gegner und anspruchsvolles Eishockey zu präsentieren, setzte sich am Ende durch, und so nimmt der NEV nicht nur an der Meisterschaft der Regionalliga West teil, sondern freut sich auch darauf, die Neusser Farben in Belgien und der Niederlande zu vertreten. Insgesamt sechs Mal trifft man im Rahmen des Inter Regio Cups auf Mannschaften aus der BeNe-League, gegen drei Mannschaften im Südpark (Herentals, Leuven, Lüttich), gegen weitere drei Kontrahenten auswärts (Heerenveen, Geleen, Nijmegen).
Neu ist auch eine zusätzliche Pokalrunde auf der Ebene des Eishockeyverbands NRW, bei der die Neusser bereits am kommenden Freitag (20.9., 20 Uhr) in Ratingen antreten. Der Gewinner des Spiels qualifiziert sich für das Viertelfinale, das Anfang Oktober in Dortmund ausgetragen wird.

Fliegende Stofftiere und flitzende Eishockeycracks in spe
Neben den beiden neu geschaffenen Wettbewerben dürfen sich die Neusser Eishockey-Freunde auf weitere Höhepunkte freuen, die schon zur Tradition geworden sind: Am 14.12. (18 Uhr) findet anlässlich des Spiels gegen den aktuellen Meister aus Herford der 5. Teddy Bear Toss statt. Wie gewohnt dürfen sich die Zuschauer auf ein buntes Rahmenprogramm auf und neben dem Eis freuen, beim ersten Torerfolg werden zuvor erworbene Stofftiere auf das Eis geworfen. Die Veranstaltung hat inzwischen einen festen Platz im Neusser Sportkalender, der Reinerlös kommt wie immer karitativen Zwecken zugute.

Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die bisherigen Kids Days des NEV. Am 5. Oktober (10:45 – 12:15 Uhr) ist es zum vierten Mal soweit, Jungen und Mädchen im Alter von vier bis acht Jahren dürfen sich unter fachkundiger Anleitung der Neusser Nachwuchstrainer und mit Unterstützung von Spielern aus der 1. Mannschaft in der schnellsten Teamsportart der Welt ausprobieren. Die Zahl der Teilnehmerplätze ist limitiert, so dass eine frühzeitige Anmeldung erfahrungsgemäß sinnvoll ist. Anfänger sind wie immer herzlich willkommen!
Jetzt wird der Fokus aber erst einmal auf den kommenden Samstag gerichtet, denn dann steht die Saisoneröffnung im Südpark an, die um 19:30 Uhr mit einem Spiel der 1. Mannschaft gegen die Cold Play Sharks aus Mechelen/Belgien ihren Höhepunkt findet – weitere Infos folgen!

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