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Premiere in Heerenveen

Wenn der Neusser EV am kommenden Sonntag in Heerenveen antritt, dann ist dies das erste Pflichtspiel in der Geschichte des Vereins gegen ein ausländisches Team. Im Rahmen des neu geschaffenen Inter Regio Cups treffen die Quirinusstädter auf sechs Top-Teams aus Belgien und der Niederlande. Den Anfang macht das Duell mit dem Vizemeister der BeNe League, der schon in der Vorbereitung seine Ambitionen aufzeigte.


Traditionsreicher Standort
Die Heerenveen Flyers sind ohne Frage ein großer Name im niederländischen Eishockey. Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre feierte man sieben Mal in Folge den Meistertitel in unserem Nachbarland. Nachdem es anschließend etwas ruhiger um das Team aus Friesland wurde, erlebt es seit der Gründung der gemeinsamen Liga mit den besten Vereinen aus Belgien einen neuen Aufschwung. Seit vier Jahren besteht die BeNe League, immer schafften es die Flyers ins Playoff-Finale. 2017 wurde man Meister, in der vergangenen Saison musste man als Vorrundensieger im Finale dem belgischen Team aus Herentals den Vortritt lassen. Dass auch in dieser Saison mit dem Team des kanadischen Trainers Mike Nason zu rechnen ist, wurde bereits in den Testspielen deutlich. Der Regionalliga-Meister aus Herford wurde zweimal deutlich bezwungen (8:2, 6:3), auch die Dinslakener Kobras bissen sich an den Niederländern mit 2:4 die Zähne aus. Einzig der Oberliga-Spitzenmannschaft Hannover Scorpions gelang ein hauchdünner 6:5-Sieg über unseren Gegner. Mit Siegen gegen Zoetermeer (7:3) und in Geleen (3:2) startete Heerenveen am vergangenen Wochenende erfolgreich in den niederländischen Pokalwettbewerb Beker Cup. „Heerenveen dürfte eine der drei stärksten Mannschaften sein, auf die wir diese Saison treffen“, weiß NEV-Trainer Daniel Benske um die Qualitäten des Kontrahenten. Dieser hat sich für die aktuelle Saison nicht nur mit dem niederländischen Nationaltorhüter Martijn Oosterwijk (29) verstärkt, sondern mit dem Finnen Juha Kiilholma (37) einen Stürmer mit hervorragenden Referenzen aus den höchsten Spielklassen Finnlands, Dänemarks und zuletzt Polens verpflichtet. Mit dem kanadischen Verteidiger Trevor Hunt (33) und dem slowakischen Stürmer Adam Bezak (30) baut man auf weitere routinierte Leistungsträger auf den Kontingentstellen, deren Stärken bereits aus dem Vorjahr bekannt sind.

Ein Rückkehrer, ein Neuer
Musste NEV-Coach Daniel Benske am vergangenen Wochenende improvisieren, so füllt sich der Kader allmählich wieder. „Am Sonntag stehen uns voraussichtlich dreieinhalb Reihen zur Verfügung“, freut sich der Neusser Übungsleiter auf die neuen Möglichkeiten. Nach zwei Wochen Pause steht Verteidiger Paul Gebel wieder zur Verfügung, darüber hinaus konnte mit Mika Horrix ein weiterer talentierter Stürmer nach Neuss geholt werden. Der 20-Jährige stammt aus dem Krefelder Nachwuchs und war im Vorjahr für den EV Duisburg in der Junioren-Regionalliga aktiv. Neben den Langzeitverletzten Holger Schrills und Thorben Beeg muss Verteidiger Sven Rothemund ersetzt werden, der erst in der kommenden Woche von einer beruflich bedingten Auslandsreise zurückkehrt.

Beim NEV freut man sich darauf, die Neusser Farben in dieser Saison auch international vertreten zu dürfen. Spielbeginn im schmucken Sportzentrum „Thialf“ ist am Sonntag um 17 Uhr, Daheimgebliebene können die Partie per Livestream auf der Webseite der UNIS Flyers Heerenveen verfolgen.

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