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Feinschmecker-Wochenende zum Discounter-Preis

Keine falsche Bescheidenheit – das Menü, das den Neusser Eishockeyfreunden am kommenden Wochenende geboten wird, ist wohl das Beste, was die Regionalliga West zu bieten hat. Mit Vizemeister Hamm und Meister Herford gastieren die beiden Top-Teams der letzten Jahre beim Doppel-Heimspiel-Wochenende im Südpark. Am Freitag lohnt sich der Besuch gleich doppelt, denn im Rahmen des Lions Family-Days bietet der NEV stark vergünstigte Eintrittskarten an.

Letztjähriger Vorrundenprimus mit Anlaufschwierigkeiten
Wer nach Beweisen dafür sucht, dass die Regionalliga West in der Spitze noch stärker geworden ist, wird bei den Neusser Gegnern des Wochenendes Unterstützer dieser Theorie finden. Die Hammer Eisbären waren in der vergangenen Saison das überragende Team der Vorrunde. Mit drei fast ausgeglichen stark besetzten Reihen drückten die Westfalen der Liga ihren Stempel auf und wurden erst im Playoff-Finale von Titelverteidiger Herforder EV in die Schranken gewiesen. Dass die Eisbären heuer mit drei Niederlagen starteten, ist weniger auf deren vermeintliche Schwäche zurückzuführen, sondern schon eher der Tatsache geschuldet, dass die Konkurrenz kräftig aufgerüstet hat. Gegen Mannschaften wie Neuwied und Diez-Limburg sind Punktgewinne alles andere als selbstverständlich, und dass man gegen den westfälischen Dauer-Konkurrenten aus Herford verlieren kann, ist in der Liga bekannt. Doch die Eisbären wären kein Spitzenteam, würden sie sich nicht einmal schütteln und dann kräftig zurückbeißen. Erstes Opfer der Raubtiere waren am vergangenen Wochenende die Ratinger Ice Aliens, die mit 7:2 auf die Heimfahrt geschickt wurden. Trainer Ralf Hoja baut auf ein eingespieltes und ausgeglichen besetztes Team, das im Sommer weiter verstärkt wurde. Mit Aaron Reckers konnte man einen Meister-Verteidiger aus Herford loseisen, auch Igor Furdas Qualitäten sind nicht erst aus seiner Zeit in Soest bekannt. Zudem kehrte Marvin Cohut nach einem Jahr in Ratingen nach Hamm zurück. Während Dimitri Tsvetkov keinen neuen Vertrag bekam, wurde auch auf einer Kontingentstelle ein Tausch vorgenommen: Für Lukáš Nováček (Peißenberg/Bayernliga) kam dessen tschechischer Landsmann Milan Švarc. Mit den Eisbären wird trotz Anlaufschwierigkeiten auch in dieser Saison zu rechnen sein, soviel lässt sich auch ohne viel Mut behaupten.
Familienfreundliche Eintrittspreise am Lions Family Day
Für das Spiel gegen die Eisbären (Freitag, 20 Uhr) haben sich die Neusser Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht. Eine Familie bestehend aus zwei Erwachsenen plus zwei Kindern kann sich das Meisterschafts-Match für nur zehn Euro anschauen. Karten für das Familien-Event gibt es per E-Mail an @ und natürlich an der Abendkasse. Der NEV freut sich auf zahlreiche Unterstützung!

Ice Dragons richten den Blick nach oben
Wenn schon Westfalen, dann richtig. Nach den Hammer Eisbären am Freitag gastieren am Sonntag (20 Uhr) die Ostwestfalen aus Herford im Südpark. Wer glaubt, dass das Duell mit den Ice Dragons einfacher wird, täuscht sich, denn unsere Gäste waren in den letzten beiden Jahren mit zwei Meistertiteln das Maß der Dinge in der Regionalliga West. Kaum verwunderlich, dass unsere Gäste nun versuchen, die Rahmenbedingungen für Oberliga-Eishockey zu schaffen. Mit der Unterstützung der Wirtschaft soll der Sprung in den professionellen Sport geschafft werden, auch der Bau einer neuen Eissporthalle ist ein Thema. Wie schon im Vorjahr wurde ein Kader zusammengestellt, der höchsten Ansprüchen genügt, wobei die Herforder Verantwortlichen traditionell auch im Saisonverlauf den Transfermarkt beobachten und gerne auch Spieler aus höheren Klassen nachverpflichten. Bereits im Sommer konnten mit den Verteidigern Damian Martin (29) und Jörn Weikamp (25) sowie Stürmer Florian Böhm (28) oberliga-erfahrene Neuzugänge präsentiert werden. Vom „Nachbarn“ aus Soest, der seine Mannschaft bekanntlich vom Spielbetrieb abmeldete, kamen gleich vier Akteure, darüber hinaus wurden drei junge Talente mit Verträgen ausgestattet. Neben dem überragenden Stürmer Killian Hutt besetzt nun dessen kanadischer Landsmann Guillaume Naud die zweite Kontingentstelle. Dass man aufgrund der zahlreichen Neuzugänge etwas Zeit brauchen würde, überrascht nicht, mit acht Punkten aus vier Spielen liegen die Drachen derzeit noch auf Platz drei, weisen dabei aber auch ein Spiel Rückstand auf den Zweitplatzierten aus Neuwied auf. Nach dem freitäglichen Spitzenspiel beim aktuellen Tabellenführer aus Diez-Limburg werden die Ostwestfalen in Neuss alles daran setzen, ihre Ambitionen zu unterstreichen.

Zurück zu alten Tugenden
„Wir freuen uns auf die Spiele am Wochenende, insbesondere auf den Family Day“, blickt Trainer Daniel Benske erwartungsfroh auf die kommenden Aufgaben. „Leider haben wir gegen Ratingen nicht durchgehend das umgesetzt, was wir spielen wollen. Gegen Hamm und Herford wollen und müssen wir wieder da anknüpfen, wo wir bei den bisherigen Duellen gegen deutlich favorisierte Gegner aufgehört haben“, so der Neusser Übungsleiter, der krankheitsbedingt beim Training am Dienstag aussetzen musste. Auch bei mehreren angeschlagenen Spielern steht hinter deren Einsatz am Wochenende noch ein Fragezeichen. Benske hofft auf den Einsatz von Paul Gebel, Felix Wolter und Thorben Beeg, während mit Holger Schrills‘ Comeback frühestens in einer Woche gerechnet wird. Fehlen wird am kommenden Wochenende auch Timon Busse, der aufgrund einer Matchstrafe aus dem Ratingen-Spiel gesperrt ist. Maximilian Stein hat den Verein hingegen auf eigenen Wunsch verlassen. Der NEV wünscht dem jungen Stürmer alles Gute für die sportliche, berufliche und private Zukunft!

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