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NEV empfängt den Spitzenreiter

Nach dem vergangenen Doppel-Heimspielwochenende gegen den letztjährigen Meister bzw. Vizemeister stehen erneut Duelle mit Top-Teams auf dem Programm. Während am Freitag (20 Uhr) die EG Diez-Limburg in Neuss gastiert, tritt der NEV sonntags (19 Uhr) in Neuwied an.

„Transfermeister“ führt die Liga an
Unser Heimspielgegner sorgte in der vergangenen Sommerpause mit der Verpflichtung hochkarätiger Neuzugänge für Aufsehen. Der Trainerposten wurde mit Frank Petrozza besetzt, der zuvor bei den Oberligisten Herne und Duisburg gearbeitet hatte. Auch bei der Zusammenstellung des Mannschaftskaders wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Torhüter Jan Guryca (Bad Nauheim) kam ebenso aus der DEL2 wie Stürmer Kevin Lavallee (Heilbronn), darüber hinaus wurde mit Ross John Reed ein Kanadier verpflichtet, der bereits vor zwei Jahren zu den Top-Stürmern der Regionalliga gezählt hatte – damals freilich noch in Diensten des Herforder EV. Kaum verwunderlich, dass der letztjährige Halbfinalist durch diese Neuzugänge in den Kreis der Meisterschaftsfavoriten rückte. Nachdem die „Rockets“ bereits ein Duell gegen jeden Regionalliga-Kontrahenten absolviert haben, zeigt sich, dass diese Erwartungen durchaus berechtigt sind. Sechs Spiele, sechs Siege, so die makellose Bilanz der EG Diez-Limburg, die in allen Mannschaftsteilen überdurchschnittlich besetzt ist. Das Team zeigt darüber hinaus die erhoffte Siegermentalität, die man noch in der vergangenen Saison phasenweise vermisst hatte. Statt sich zufrieden zurückzulehnen präsentierten die Verantwortlichen jedoch zu Wochenbeginn den nächsten Transferkracher: Mit Kyle Piwowarczyk wurde ein weiterer Top-Stürmer an die Lahn geholt, der in den letzten zehn Jahren durchgehend in der Oberliga aktiv war und dort über 800 Scorerpunkte sammelte. Auch dass der Kanadier in dieser Zeit dreimal zum Spieler des Jahres gewählt wurde, zuletzt vor zwei Jahren, verdeutlicht, was für ein „dicker Fisch“ dem Spitzenreiter ins Netz gegangen ist. Nachdem der NEV das erste Aufeinandertreffen mit 12:4 verlor, wird die Aufgabe bei der Revanche nicht einfacher.
„Bären“ voll im Soll
Auch unser sonntäglicher Gegner blickt auf einen erfolgreichen Saisonstart zurück. Ähnlich wie beim Lokalrivalen aus Diez-Limburg wurde auch in Neuwied der Kader in der Sommerpause verstärkt. Mit Torhüter Justin Schrörs und Verteidiger Maik Klingsporn konnten gestandene Cracks mit mehrjähriger Erfahrung im Profi-Eishockey in die Deichstadt gelotst werden, beide waren zuletzt in der Oberliga aktiv. Auch die Kontingentstellen wurden in Person von Sam Aulie und Jeff Smith (Diez-Limburg) mit hoffnungsvollen Neuzugängen besetzt. Mit diesen gezielten Verstärkungen spielt das Team von Trainer/Manager Carsten Billigmann im „Konzert der Großen“ eine erwartungsgemäß gute Rolle. Aktuell liegt man auf Platz drei, weist dabei aber auch noch ein Spiel weniger auf, als die Konkurrenten in der oberen Tabellenhälfte. Wie im Vorjahr hat man sich zumindest das Erreichen des Playoff-Halbfinales zum Ziel gesetzt, ob vielleicht noch etwas mehr geht, muss sich mit Blick auf die Ausgeglichenheit in der Liga noch zeigen. NEV-Coach Daniel Benske freut sich besonders auf die Partie, stand er doch in den vergangenen eineinhalb Jahren an der Bande der „Bären“ und verfügt aus dieser Zeit noch über gute Kontakte in die Deichstadt. Sein Gegenüber, Carsten Billigmann, warnt davor, den NEV zu unterschätzen, zumal dieser beim ersten Aufeinandertreffen (5:2) über weite Strecken gut mithalten konnte. „Ich erwarte einen souveränen Auftritt meiner Mannschaft und drei Punkte“, gibt der sportliche Verantwortliche der Neuwieder aber dennoch eine klare Marschroute vor.

Busse wieder mit dabei
Trainer Daniel Benske zeigte sich mit dem Wochenauftakt zufrieden: „Die Mannschaft hat am Dienstag gut trainiert, darüber hinaus haben wir die Spiele des vergangenen Wochenendes ausführlich analysiert. Wir sind uns der kommenden Herausforderungen bewusst, möchten uns aber erneut gut präsentieren.“ Da am Wochenende voraussichtlich dreieinhalb Reihen zur Verfügung stehen, sind zumindest die personellen Voraussetzungen schon einmal gegeben. Nach abgesessener Sperre kann auch Stürmer Timon Busse wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

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