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NEV will Krankheitswelle trotzen

Stand am vergangenen Wochenende nur eine Partie auf dem Programm, so geht es am kommenden Wochenende im gewohnten Eishockey-Rhythmus weiter. Am Freitag empfangen die Quirinusstädter die Dinslakener Kobras, sonntags steht die erneute Reise nach Neuwied an. Mit welchem Kader man zu den Duellen antreten kann, ist jedoch noch nicht gewiss…

Selbstkritische Kobras am Wendepunkt?
Alles anders als in der vergangenen Saison – so einfach könnte man das Zwischenfazit der Dinslakener Kobras ziehen. Noch vor einem Jahr wurden die Traberstädter in der Sommerpause arg gebeutelt und mussten aufgrund zahlreicher Abgänge „mit heißer Nadel“ einen wettbewerbsfähigen Kader stricken. Dass am Ende der Hauptrunde der sechste Tabellenplatz zu Buche stand, war als großer Erfolg zu werten, Milan Vanek hatte bei seinem Debüt auf der Trainerbank ganze Arbeit geleistet. Im anschließenden Playoff-Viertelfinale konnte man die favorisierten Neuwieder Bären mächtig ärgern, unterlag nur hauchdünn in der entscheidenden fünften Partie. Grob ein halbes Jahr später stehen die Giftschlangen erneut auf Platz sechs der Tabelle, und doch ist es nicht das Gleiche. Der Aderlass in der Sommerpause blieb aus, im Gegenteil, diesmal sorgte man mit namhaften Neuzugängen für Aufsehen. Mit dem Tschechen Martin Beneš angelte man sich den Top-Stürmer der Soester EG, aus Herford kam mit Tommy Kuntu-Blankson ein aktueller Regionalliga-Meister. Der Neuwieder Allrounder Dennis Appelhans und Torhüter Lucas Eckhardt sind in Neuss aus gemeinsamen Zeiten noch bestens bekannt, das gilt auch für Jerome Baum und Sven Schiefner, die noch im Frühjahr das NEV-Trikot trugen. Die Transfererfolge waren eine Seite der Medaille, gestiegene sportliche Ansprüche die andere. Mit der aktuellen Saison und sieben Punkten aus acht Spielen sind die Verantwortlichen der Kobras nicht zufrieden, erst am vergangenen Wochenende gelang dem Team vom Westrand des Ruhrgebiets der sportliche Befreiungsschlag durch einen 5:1- Sieg über den direkten Konkurrenten aus Ratingen. Gegen den NEV würde man nur zu gerne nachlegen, um im Idealfall eben diese Ratinger vom fünften Platz zu verdrängen. Da die Neusser jedoch eigene Ambitionen haben, deutet sich für Freitag ab 20 Uhr ein packendes Duell um die begehrten Punkte an.
Mach’s nochmal, NEV!
Gerade einmal zwei Wochen ist der letzte Auftritt des Teams um Kapitän Francesco Lahmer in Neuwied her. Alles richtig gemacht, am Ende aber doch mit leeren Händen dagestanden, so lautete das Fazit nach der Partie. Bis zwei Minuten vor der Schlusssirene schnupperten die Neusser an einer faustdicken Überraschung, ehe mit Frederic Hellmann ausgerechnet ein früherer NEV-Crack für den 2:1-Siegtreffer der Hausherren sorgte. An die Leistung würden die Benske-Schützlinge nur allzu gerne anknüpfen, wünschen sich aber diesmal etwas mehr „finales Glück“. Als Tabellenvierter befinden sich die Neuwieder mit 12 Punkten mittendrin im Kampf um die besten Plätze, was die erwartete Ausgeglichenheit der Liga bestätigt. Die Neuzugänge Justin Schrörs (Torhüter) und Maik Klingsporn (Verteidiger) brachten reichlich Oberliga-Erfahrung mit und tragen ihren Teil dazu bei, dass die Bären mit nur 18 Gegentoren aus 7 Spielen die stabilste Defensive der Liga stellen. In der Offensive drückt hingegen noch ein wenig der Schuh, mit bislang 22 Treffern stellt man diesbezüglich das Schlusslicht der Liga dar. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass die Liga-Konkurrenz bis zu drei Spiele mehr absolviert hat, was diese Zahlen relativiert. Auch die Tatsache, dass Neuwied über zahlreiche Stürmer verfügt, die ihren Torhunger in der Vergangenheit unter Beweis gestellt haben, lässt unseren Gegner nur noch auf das berühmte „Platzen des Knotens“ warten. Dies muss aus Neusser Sicht natürlich nicht unbedingt am kommenden Sonntag geschehen, wenn der NEV um 19 Uhr bei den Bären antritt.

Krankheitswelle, die zweite…
Bereits während der Vorbereitung wurde das Neusser Team von einer Erkältungswelle heimgesucht, die unter anderem dazu führte, dass ein Testspiel mangels spielfähiger Mannschaft abgesagt werden musste. Nun trifft es die Südpark-Cracks erneut, beim sonntäglichen Duell in Hamm musste man auf einige Leistungsträger verzichten, am Dienstag konnten gar nur noch elf Feldspieler am Training teilnehmen. „Wir hoffen, dass einige der Erkrankten am Wochenende doch noch eingreifen können, aber eine gute Vorbereitung auf das für uns wichtige Spiel gegen Dinslaken sieht anders aus“, ärgert sich Trainer Daniel Benske. Nur allzu gerne würden er und sein Team sich mit Zählbarem belohnen, bestenfalls soll auch Neuzugang Jason Popek dazu beitragen, dessen Spielberechtigung sehnlich erwartet wird. Wer weiß, was mit der Unterstützung der treuen Anhänger doch noch möglich ist…

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