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NEV ringt Kobras nieder

Ein kleines Ausrufezeichen setzte das Team von Trainer Sebastian Geisler im ersten der zwei Wochenendduellen gegen die Dinslakener Kobras. Trotz des Fehlens von drei Verteidigern setzten sich die Neusser mit 6:4 gegen favorisierte Gäste durch. Torhüter Markus Endres und Stürmer Jesse Healy feierten einen erfolgreichen Einstand im Neusser Trikot.

Ergebnisse sind in Testspielen zweitrangig. Auch das gestrige Duell gegen Dinslaken bildete da keine Ausnahme, und dennoch hatte die Partie nicht den Charakter eines Freundschaftsspiels. Die Gäste aus Dinslaken hatten bereits vor dem Wochenende die Bedeutung des Doppeltests als ihre Generalprobe für den Meisterschaftsbeginn herausgestellt, da beide Teams am 6.11. erneut aufeinandertreffen. Und so entwickelte sich eine rassige und im weiteren Verlauf phasenweise auch hitzige Partie, in der sich beide Seiten nichts schenkten. Während Gäste-Torhüter Ken Paßmann bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte von den Neusser Fans herzlich begrüßt wurde, feierte beim NEV Neuzugang Markus Endres sein Debüt im Gehäuse. „Ich mag es, wenn ich gut beschäftigt werde und mich beweisen kann“, hatte der 19-Jährige vor der Partie gesagt. Dieser Wunsch sollte erfüllt werden, denn Endres bekam frühzeitig die Gelegenheit, sein Team vor einem Rückstand zu bewahren. Nach der Führung durch Jason Popek (4.) gelang Dinslakens Brabec mit einem Unterzahlkonter der Ausgleich (8.), weitere Gegentreffer ließ der junge Förderlizenz-Torhüter im ersten Abschnitt jedoch nicht mehr zu. „Wir haben uns erfolgreich in die Partie hineingekämpft“, freute sich NEV-Coach Geisler nach der Partie für sein Team, das ab dem zweiten Drittel auf Augenhöhe mit den Gästen agierte. Diese mussten auf ihren Tschechen Martin Beneš verzichten, hatten ansonsten aber alles dabei, was Rang und Namen hat. Anders der NEV, der inklusive Gastspieler Emanuel Beckford gerade einmal drei gelernte Verteidiger einsetzen konnte. Frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ schloss auch Maximilian Stein einen Unterzahlkonter erfolgreich ab und brachte sein Team erneut in Führung (31.). Eine Schrecksekunde gab es kurz danach, als Marc Sprengnöder nach einem Bandencheck minutenlang liegenblieb, letztendlich aber selbständig den Gang in die Kabine antreten konnte und im letzten Abschnitt sogar wieder aufs Eis zurückkehrte. Nach weiteren Treffern durch Jason Popek (36.) und Moritz Hofschen (40.) stand es da bereits 3:2. Bis zur 46. Minute gelang den Kobras durch Jerome Baum und Niklas Clusen sogar der Ausgleich zum 4:4, Jason Popek hatte dazwischen seinen dritten Treffer an diesem Abend nachgelegt. Bei einer Auszeit zehn Minuten vor der Schlusssirene fand Sebastian Geisler dann aber scheinbar die richtigen Worte, denn Jesse Healy markierte nur 50 Sekunden später sein Premierentor, dem Routinier Holger Schrills in der 54. Minute Treffer Nummer sechs folgen ließ. Die Kobras zeigten sich zwar weiterhin giftig, doch der starke Markus Endres sicherte mit Unterstützung seiner Vorderleute den Neusser Sieg und wurde nach dem Abpfiff gemeinsam mit Jesse Healy von den Fans gefeiert. Letztgenannter wurde gar zum Anstimmen der „Humba“ aufgefordert, wobei sich dann zeigte, dass das Wort „Ausrufezeichen“ für kanadische Zungen eine schier unüberwindbare Hürde darstellt…

Weiter geht es am kommenden Sonntag um 19 Uhr mit dem Rückspiel in der Dinslakener „Schlangengrube“.

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