1. Mannschaft

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NEV unterliegt mutigen Pinguinen im Penaltyschießen

„Die Ergebnisse sind bei Testspielen zweitrangig.“ Dies sagte NEV-Coach Boris Ackermann bereits nach den Partien in Dinslaken und Troisdorf, und auch für den gestrigen Heimauftakt gegen Wiehl galt die gleiche Aussage. Dass der Trainer mit dem dritten Auftritt seiner Truppe nur teilweise zufrieden sein konnte, lag dann auch weniger am Ergebnis, als daran, dass es bei der Umsetzung des taktischen Konzepts diesmal haperte.
Da im Vergleich zum Freitagsspiel Gerrit Ackers und Stefan Kaltenborn wieder zur Verfügung standen, konnte man gegen den amtierenden Landesliga-Meister erneut drei Reihen aufbieten. Mit dem frühen Führungstreffer durch Maximilian Stein begann die Partie auch wunschgemäß, dem zwischenzeitlichen Ausgleich (Sandro Kosche, 8.) ließ der 19-Jährigeseinen zweiten Treffer folgen (13.). In der überaus fairen Begegnung (insgesamt 14 Strafminuten) mussten sich die Neusser dann aber eineinhalb Minuten in doppelter Unterzahl bewähren und schlossen diese Druckphase optimal ab – Pascal Rüwald verwertete seinen Konter mit der Pausensirene zum 3:1. Die Gäste aus Wiehl traten jedoch couragiert auf, trafen 32 Sekunden nach Wiederbeginn zum 3:2 (Simon Cremer) und ließen sich auch von einem Doppelschlag durch Francesco Lahmer und Sven Schiefner (28./29.) nicht beirren. Yannick Beste verkürzte noch in der gleichen Spielminute auf 5:3, spätestens da merkten die „Alpha Penguins“, dass an diesem Abend mehr drin war, als nur ein achtbares Resultat. „Natürlich haben wir auch ein paar Sachen ausprobiert“, relativierte der Neusser Trainer nach der Partie, kritisierte aber auch, dass sein Team offensiv zu kompliziert agierte und dem Gegner defensiv zu viele Freiräume ließ. Diese nutzten die Gäste aus dem Oberbergischen im letzten Abschnitt, erneut Beste (44.) und Samuel Nohl (48.) egalisierten die Begegnung. Zwar brachte eben dieser Nohl seine Mannschaft mit zwei Strafzeiten in der Schlussphase noch einmal in Bedrängnis, doch Zählbares sprang für die Neusser nicht mehr heraus. Wie schon bei der Partie in Dinslaken einigte man sich auf ein anschließendes Penaltyschießen, bei dem sich die Gäste für ihren engagierten Auftritt selbst belohnten. Yannick Beste und Marco Kosche waren mit ihren Versuchen erfolgreich, während auf Neusser Seite nur Francesco Lahmer traf.
Nach zwei durchaus überzeugenden Auftritten war die Niederlage gegen Wiehl ein Dämpfer zur richtigen Zeit. Bis zum Meisterschaftauftakt verbleiben noch zwei Wochen, die man mit intensiver Trainingsarbeit nutzen wird. Am kommenden Samstag feiert der NEV die offizielle Saisoneröffnung, um 19:30 Uhr trifft die 1. Mannschaft dann auf das Team von Tornado Luxemburg.

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