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Heimspiel-Doppelpack auf nationaler und internationaler Bühne

Die Neusser Eishockey-Freunde können sich an diesem Wochenende doppelt freuen. Gleich zweimal tritt der NEV in heimischer Halle an, freitags gegen den IHC Leuven (Belgien) und sonntags gegen den EHC Neuwied (20 Uhr). Dabei möchten Trainer Daniel Benske und sein Team an die starken Auftritte des vergangenen Wochenendes anknüpfen.

„Multi-Kulti-Team“ aus Leuven zu Gast in der Quirinusstadt
Dass die Duelle mit den besten Teams aus Belgien und der Niederlande für den Neusser EV etwas Besonderes darstellen, hatten die Verantwortlichen des Vereins schon in der vergangenen Woche betont, als das „Europapokal“-Heimdebüt gegen Herentals stattfand. Entsprechend groß ist auch die Vorfreude auf die kommende Aufgabe, denn am Freitag (20 Uhr) gastiert mit dem Ijshockeyclub Chiefs Leuven ein weiteres belgisches Top-Team im Südpark.
Die „Häuptlinge“ aus der Region Flämisch-Brabant sind als Talentschmiede bekannt, nicht umsonst stellt man mit Rino Dhondt, Lukas Tambeur und Alec James drei aktuelle belgische Nationalspieler. Darüber hinaus werden Akteure aus insgesamt sieben weiteren Ländern beherbergt. Neben dem Italo-Kanadier Adam Logozzo (Verteidiger) gilt Torhüter Ryan Malinowski (polnischstämmiger USAmerikaner) als Stütze der Defensive, im Sturm geben unter anderem der Finne William Kangasniemi oder auch der in Russland geborene Borya Kolyasnikov den Ton an. In der Tabelle des Inter-Regio- Cups stehen die Chiefs derzeit auf dem dritten Platz, einem 4:2-Sieg gegen Dinslaken steht eine hauchdünne 5:6-Niederlage in Diez-Limburg gegenüber. Am Freitag (20 Uhr) kommt es nun zum Vergleich mit dem NEV, die bisherigen Ergebnisse lassen darauf hoffen, dass es wie schon gegen Herentals ein spannendes Duell geben könnte.
Es gibt übrigens eine Geschichte, die beide Städte miteinander verbindet: 1914 zerstörten deutsche Truppen große Teile des Stadt Leuven, woran auch Soldaten aus Neuss beteiligt waren. Damals fiel unter anderem das Glockenspiel der Sint-Pieters-Kirche dem Feuer zum Opfer. Der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer nahm im August 2016 in Leuven an einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs teil, dabei wurde die zukünftige Zusammenarbeit auf kultureller Ebene beschlossen. „Nebenbei“ erfuhr die Neusser Delegation von Plänen der Stadt Leuven, für die Abtei ein neues Glockenspiel anzuschaffen. Daraufhin wurde beschlossen, sich mit 40.000 Euro an den Kosten zu beteiligen, vor fast genau einem Jahr feierte das neue Glockenspiel nun seine Premiere, weitere gemeinsame Projekte sind in Planung.

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